Pedibus – sinnvoll oder nicht?

In Frankreich habe ich neulich das Schild „Pedibus“ entdeckt. Es handelt sich um die Haltestelle einer organisierten Gruppe von Kindern, die gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten geht. Die Begleitung folgt einer festen Route mit vereinbarten Stationen. Ziel des Pedibus ist es, den Autoverkehr durch Elterntaxis zu reduzieren, die Bewegung der Kinder zu fördern und den Schulweg sicherer zu machen. Das Konzept ist im deutschen Sprachraum besonders in der Schweiz und in Österreich bekannt.

„Tolle Sache“ fand ich auf den ersten Blick. Dann wurde ich nachdenklich. Besser als Elterntaxi ist es allemal. Aber bis zu welchem Alter brauchen Kinder die erwachsene Begleitung? Werden sie selbständig auf diese Weise? Grundschulkinder jedenfalls können mehr als viele Erwachsene ihnen zutrauen. Marco Hüttenmoser kritsierte den Pedibus  2010 mit guten Argumenten. Ob es auch heute noch zutrifftt, dass rund 80 Prozent der Schweizer Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule gehen, weiß ich allerdings nicht.